
Schwemme e. V.
06108 Halle (Saale)
Standort auf Google Maps
Fehlerkultur, Resilienz, Lernen aus Scheitern, Mindset, Unternehmenskultur, Motivation, Empowerment
Eine neue Ausgabe der FuckUp Night Halle leuchtet am Horizont! Am 21. Mai, um 20 Uhr sprechen vier mutige Unternehmer:innen offen über unternehmerische Krisen, gescheiterte Projekte und berichten, was sie aus dieser Erfahrung für sich mitgenommen haben. Diesmal sind wir zu Gast im wunderbaren Ambiente der Schwemme Halle. Die FuckUp Night Halle wird veranstaltet vom Transfer- und Gründungsservice der MLU und vom Designhaus Halle der BURG.
Stefan Simon ist jemand, der nicht lange überlegt, sondern macht. Als Agraringenieur, Gastronom und Unternehmer gestaltet er aktiv – auch in seiner Wahlheimat Naumburg. Doch irgendwann störte ihn etwas ganz Banales: Es gab keine richtig guten Blumen für sein Café. Also eröffnete er kurzerhand selbst einen Blumenladen – in bester Lage, mit viel Herzblut und hohen Erwartungen. Was folgte, war keine Erfolgsgeschichte. Sondern eine ziemlich teure Lektion: Neun Monate später stand Stefan mit rund 50.000 € Schulden da, hatte eine Anklage wegen eines Formfehlers am Hals – und seine Beziehung war zerbrochen. An diesem Abend erzählt er, wie es dazu kommen konnte, was ihn das wirklich gekostet hat – und warum er sich trotz allem immer wieder fürs Machen entscheidet, auch wenn genau darin das Risiko liegt.
Wera Stein ist Organisationsentwicklerin, Informationsarchitektin und Tänzerin. Sie war Mitglied bei Wigwam eG, einer genossenschaftlich organisierten Kommunikationsagentur für soziale und ökologische Ziele. 2025 beschlossen die 25 Mitarbeitenden die langjährige, erfolgreiche Arbeit mit einer selbstbestimmten Liquidation zu beenden. Von dieser Erfahrung erzählt Wera und was sie dabei gelernt hat: über Arbeit und Gemeinschaft, über das Anfangen und das Aufhören und darüber, wie das bewusste Gestalten und Feiern von Enden uns stärken und ausrichten kann.
Dr. Ingo Herrmann, Betriebswirt und Kunsthistoriker, stieg als zukünftiger Nachfolger in das väterliche Unternehmen und half dabei, es groß zu machen. Das Übermaß an Verantwortung und die Herausforderungen der Führungsrolle säten in Ingo jedoch zunehmend Zweifel an diesem Weg. Nach knapp fünf Jahren erklärte er seinen Ausstieg, und Vater und Sohn entschieden sich für den Verkauf des Unternehmens. Eine Geschichte über Status und Zugehörigkeit, über das Suchen und Loslassen und die Freiheit, berufliche Identität als etwas Vorübergehendes zu betrachten.
Carla Lou West ist Illustratorin und visuelle Forscherin. Schon kurz nach ihrem Abschluss an der BURG erhielt sie den Auftrag, ein Magazin für eine große Bundesbehörde zu gestalten. Eine einmalige Chance, den Grundstein für eine Karriere als freischaffende Illustratorin zu legen. Carla gab alles dafür. Bis zu der Nachricht, das Projekt wäre abgesagt, das Thema zu heikel, die Entwürfe seien unbrauchbar. Ein Abbruch, der sie als junge Künstlerin an ihrem Weg zweifeln ließ. Dass Carla Lou West heute auch beruflich wieder zeichnet, hat auch mit einem Buch zu tun, das sie schuf: Über das Scheitern und den Willen, daraus zu lernen.
Infos auf fuckupnighthalle.de und über Instagram @fuckupnighthalle

Management of target-group communication, content creation, design and implementation of activation formats, network and cooperation management